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Berichte

Berichte vom Schreiberling

175 KiloTrauben und StieleAm 08.11.2014 trafen sich 18 Naturfreunde, davon 14 Mitglieder der Deutschen Waldjugend Eschenbach im Waldteil Hühnerloh in der Nähe der Glutschaufel. Die heutige Mission lautete, gemeinsam mit dem Eschenbacher Förster Martin Gottsche den Wald für die Zukunft zu rüsten. Hierfür wurden auf einer Fläche von circa 0,54 Hektar insgesamt 175 Kilo Eicheln gesät. Darunter befanden sich 150 Kilo Früchte der Stieleiche (Quercus robur), eine in Mitteleuropa heimische Art. Die Eicheln wurden von den Mitgliedern der Deutschen Waldjugend schon in einer früheren Gruppenstunde im Eschenbacher Wald gesammelt. Auch Früchte der Traubeneiche (Quercus petraea), eine ebenfalls heimische Art und Baum des Jahres, wurden schon vorher auf der Saatfläche verteilt. Zweck dieser Aktion ist der Erhalt des Eschenbacher Waldbestandes und die Umstellung von Nadel- auf Mischwälder. Prognosen des Bayrischen Klimaforschungsprogramms sagen aus, dass die Sommertemperaturen langfristig durch den Klimawandel im Freistaat bis zu sechs Grad Celsius steigen. Zusätzlich soll sich die Niederschlagsmenge laut Schätzungen halbieren. Da Fichten eine flache Bodendurchwurzelung besitzen und eher typische Bäume von kalten Klimazonen sind, werden bei uns in der Oberpfalz mit dem Klimawandel die Fichten in unseren Wäldern verschwinden. Eicheln hingegen bilden sehr tiefe Pfahlwurzeln, die bis in die Nähe des Grundwassers reichen und gelten deshalb als widerstandsfähige und standfeste Bäume. So schön die Eichen sind, wir hoffen trotzdem, dass es noch nicht so schnell Realität wird und wir uns noch lange auch an Fichten erfreuen können!Aufruf an alle Naturfreunde ab 8 Jahren! Wir suchen noch junge Nachwuchsforscher und Naturdetektive, die mit uns spannende Abenteuer in Wald und Wiese, tolle Hüttenfreizeiten, Zeltlager und Natur hautnah erleben und auch mal bei Forstprojekten mithelfen möchten. Wenn ihr Interesse habt schaut doch einfach mal bei uns vorbei. Wir treffen uns jeden zweiten Samstag an unserem Gruppenhaus in der Nähe vom Sportplatz. Nähere Infos auch auf unserer Internetseite: www.waldjugend-eschenbach.de. Die Waldjugend Eschenbach, freut sich auf euch!Vera Geigenmüller

Semmelknödl & SchneeflöheEin kleiner Bericht von unserer HüttenfreizeitVon Freitag, den 20.02.2015 bis Sonntag den 22.02.2015 sind ein paar Eschenbacher Waldläufer aufgebrochen, um ihr Wochenende gemeinsam auf der Hubertus-Hütte in Flossenbürg zu verbringen. Am Freitagabend um 17:00 Uhr sind wir, nachdem alle Sachen in den Autos verstaut worden waren, von Eschenbach aus aufgebrochen. Bei der Hütte angekommen wurden erst mal die Sachen ausgeladen und verstaut, das Nachtlager aufgebaut und, ganz wichtig! die Öfen angeschürt.Neue Energie gab’s dann in Form einer Portion Spaghetti, welche die alte Tradition der Erbswurstsuppe verdrängen konnte und allen sehr gut geschmeckt hat.Nach dem Essen sind wir noch gemütlich beisammen gesessen, haben Spiele gespielt und uns unterhalten. Der nächste Morgen war für einige sehr kalt, als sie aus dem Schlafsack krochen. Unser ehrenamtlicher Heizer und Holzscheitelnachleger hat in der Nacht seinen Dienst verpennt, was aber dank guter Schlafsäcke auch kein Problem war.Nach dem Frühstück, das bei uns immer recht kreative und außergewöhnliche Speise- und Gewürzkombinationen hervorbringt, ging es wieder richtig los. Manche mögen es auf die Abenteuerlust zurückführen, dass sich ein paar von uns mit Schlitten auf den Weg gemacht haben. Allerdings wurden die Schlitten an ein Auto gehängt um so schneller und cooler durch den Wald zu gleiten. Den Ausgang der Aktion konnte man bereits ahnen: Das Auto ist in den Graben gerutscht und musste dann wieder herausgezogen werden. Doch dadurch haben wir uns die gute Laune nicht verderben lassen.Bis zum Mittagessen haben wir es uns auf unseren Feldbetten und in der Küche gemütlich gemacht und uns mit gegenseitigen Erlebnissen und Geschichten bespaßt.Nach dem Essen, welches allerdings nicht viel zum Erhalt unserer Knoblauchdosis auf Zeltlagern und Hütten beitragen konnte, ging es los die Gegend um Flossenbürg zu erkunden. Unser Ziel war die Burgruine von Flossenbürg, wo wir nach einem kurzen Zwischenstopp und einem Umweg zum Steinbruch ankamen. Nachdem uns die frische Luft auf dem höchsten zugänglichen Platz der Burg um die Nase geweht war, sind wir zurück zur Hütte gelaufen. Unser Weg führte uns noch in die Gedenkstätte Flossenbürg, die direkt neben dem Nachhauseweg lag. Aus Zeitgründen haben wir nur die Ausstellung in einem Gebäude anschauen können. Die Berichte, Ausstellungsstücke und das Konzentrationslager waren sehr interessant, allerdings auch traurig und bedrückend. Unser Heimweg führte uns durch den Wald, wo wir viele kleine, schwarze Tiere im Schnee und in unseren vom Hinweg hinterlassenen Fußspuren entdecken konnten. Die erste Aussage, es wären wohl Fichennadeln war wohl nicht ganz richtig, denn wie sich später herausstellte waren es tausende von Schneeflöhen. Wieder in der Hütte angekommen waren wir alle etwas müde und erschöpft, was nicht hieß, dass wir nicht standesgemäß kochen konnten. So machten sich drei fleißige Köchinnen sogleich daran, die Semmelknödel vorzubereiten, während der Schweinebraten derweil im Ofen schmorte. Man muss dazu sagen, dass diese Hüttenfreizeiten bei uns meist mit einem gelungenen Festschmaus ausgestattet sind, da wir uns auf den Hütten vom Alltagsstress erholen und uns für die geleistete Arbeit in den Gruppenstunden und unter dem Jahr belohnen.Ein paar Stunden später war das Essen dann auch fertig und wir stürzten uns auf die Knödel und auf den Braten. Von den Anstrengungen und Eindrücken des Tages müde und geschafft gingen wir an diesem Abend schon recht früh ins Bett. Na ja zumindest die meisten ;-)Am Sonntagmorgen ging es wegen jahrelangem Training ziemlich routiniert zu, die Nachtlager, Feldbetten und das Gepäck wurden abgebaut und verstaut. Die Räume wurden gekehrt, das Holz aufgefüllt und die gesamte Hütte in ihren Ausgangszustand zurückversetzt. Nach dem Frühstück fuhren wir dann wieder nach Hause. Unsere Hüttenfreizeiten halten wir sehr einfach und wenn man mal kurze Zeit von allen Dingen die man im Überschuss hat weg ist, wird einem klar, wie wenig man doch braucht um leben zu können und glücklich zu sein. Gutes Essen, ein warmes Feuer, einen gemütlichen Schlafsack und gute Freunde reichen völlig aus, zumindest auf einer Hüttenfreizeit.

Wir werden 50!Waldjugend Eschenbach i. d. Opf. feiert ihr JubiläumEin Bericht zum nachträglichen miterlebenAm 20. Mai 2017 feierte unsere Gruppe mit Mitgliedern & deren Familien, Ehrengästen, Freunden, Politikern & Gründungsmitgliedern ihr 50 jähriges Bestehen.Der Tag zuvor: Gemeinsam trafen wir gegen Nachmittag einige Vorbereitungen, wir spülten Gläser & Besteck, brachten unsere Schaukästen & Fotowände auf ihren Platz, schnippelten Gemüse & Fleisch für unser Wildgulasch & stellten eine Jurte auf unserer Wiese auf.Mit vielen fleißigen Händen, guter Laune, Engagement & den passenden Küchengeräten, für welche sich besonders unsere männlichen Mitglieder interessierten & begeistern konnten gingen die Arbeiten schnell von der Hand. Im Anschluss, erwarteten wir unsere Gäste aus derWaldjugendgruppeKappelrodeck, zu denen wir schon seit längerem Kontakt & eine Freundschaft aufgebaut hatten. Mikesch, Vera & Yannic reisten deshalb aus Baden-Württemberg an, um mit uns unser Jubiläum zu feiern. Gegen Abend trafen sie dann bei uns ein & nach einer herzlichen Begrüßung wurden die drei von uns sogleich mit frisch gegrillten Würstchen & Steaks verwöhnt. Da es draußen mittlerweile stürmte & regnete saßen wir gemütlich vor dem warmen Ofen im Gruppenraum zusammen, aßen, lachten & tauschten Geschichten aus. Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich einige von uns, um nach hause zu fahren, während die Kappelrodecker & ein paar aus unserer Gruppe es sich auf unserem Dachboden gemütlich machten.Unser kleiner gemütlicher Rückzugsort &ter heimischer FlaggeDer Vormittag: Um 9 Uhr trafen wir uns für die letzten Vorbereitungen. Waldjugendfahnen,Bayernflaggen & Wimpel mussten noch aufgehängt & postiert werden. Das Rednerpultbekam noch einWaldjugendschild,Pavillons, Tische &Bänke musstenaufgestellt & mit vonden Pimpfen selbstgebastelter Dekoverziert werden. Auchin der Basteleckefehlten nochEinzelheiten. Die vonden Eltern &Mitgliedern gebrachtenKuchen & Tortensammelten sich derweilim Kühlschrank & ersteNeugierige trafen ein.Gegen Mittag war der Aufbau dann erledigt & wir konnten eine kleine Pause einlegen, bevorwir um 15 Uhr die ersten Gäste erwarteten. Bis dahin lud die gemütlich hergerichtete Jurtemit ihren selbstgebauten Stühlen & Schafsfellen zum Entspannen ein.Der Nachmittag: Mittlerweile liegt der feine Duft des vor sich hin köchelndenWildgulasches in der Luft, vor dem unser „Koch für Fleischspezialitäten“ seit gestern steht &regelmäßig den Löffel schwingt. Die Kuchen wurden angeschnitten, Kaffee gekocht & an derKuchentheke aufgestellt, bereit um von unseren Gästen verspeist zu werden. Schließlichtrafen die ersten Gäste & Pimpfe ein & bedienten sich an unserem frisch gebrühten Kaffee &den allesamt köstlich ausschauenden & schmeckenden Leckereien, welche von Muffins überErdbeertorte bis zuAmericanCheesecake mitHimbeeren gingen.Derweil war auchunser Gast Rolf, einehemaliger & sosagen vieleberüchtigterWaldläufer aus derRhön eingetroffen &packte natürlichsofort mit an.Getränke-, Kuchen- & GullaschbarUnd wer nie an seine Freunde denkt……der soll bleiben, wo er ist.Später am Nachmittag begann der offizielle Teil mit Reden von unserem Horstleiter, demLandrat, dem Eschenbacher Bürgermeister, dem Stadtrat & mit ein paar kurzen Worten voneinem Gründungsmitglied der Eschenbacher Waldjugend. Schade fanden wir, dass keinVertreter des SDW, zudem wir als Untergruppegehören an unseremJubiläum teilgenommenhat.In einem waren sich alleeinig & zwar, dass unsereseit 50 Jahren aktiveGruppe einen guten &auch wichtigen Teil zumNatur-, Umwelt- &Tierschutz zumindest inEschenbach & Umgebungbeigetragen hat & immerstets engagiert & bereit war bei Projekten, Aktionen & Veranstaltungen wie zum Beispiel dieall jährliche Waldsäuberung (RamaDama) oder den Aufbau & die Pflege des Waldlehrpfadesmit anzupacken. Darauf sind wir ehrlich gesagt schon sehr stolz, da es uns als einzige Gruppein ganz Bayern noch gibt & wir so schnell auch nicht aufhören werden!Als auch die Reden vorbei waren, wurden gegenseitige Geschenke überreicht &angenommen. Von unseren Freunden aus Kappelrodeck bekamen wir einige Fachbücher &speziell für einMitglied unsererGruppe zwei StückegeräuchertenSchinken, da sein Ruf& seine Liebe fürsolches & ähnliche„Feinkost“ bereitsweit über die Grenzenvon Bayern hinausbekannt sind. Für ihrbaldig gebautesGruppenhausbekamen dieKappelrodecker vonuns ein Gedenkschildüberreicht, dass sie andiesen Tag & unsere schonjahrelange Freundschafterinnern soll.& dann hieß es „Essen fassen“, Horstleiter Walter Seltmann beim schlemmenZu später Stunde in guter Runde, ein MitternachtsschnappschussSchließlich so gegen 18Uhr, als es schon keinermehr erwarten konntewurde zu Teller &Löffel gegriffen & dasGulasch aus den zweigroßen Töpfen inAngriff genommen. Esschmeckte hervorragendund wurde von allengelobt.Nachdem die Kuchenteller, Kaffeetassen & Löffel abgespült & auch mit abnehmenderGästezahl einige Aufräumarbeiten abgeschlossen waren wurde es ruhiger im Gruppenhaus &auf der Wiese. Sprichwörtlich wie im Lied von Mac fanden wir uns als der Abend nahte amFeuerkreis ein, welcher bei uns in der Jurte zu finden war. Vera packte ihre Gitarre & Yannicseine Ukulele aus & wirbegannen in gemütlicherRunde am prasselndenLagerfeuer zu singen. Sozogen die Stunden dahin& wir sangen ein Liednach dem anderen,manch einer im stillenGedenken an unserenWaldjugendLiedermacher Mac, deram Dienstag verstorbenwar.Schließlich gegen 2 Uhrnachts, als auch diemeisten Gäste nachHause gegangen waren & nur noch der harte Kern übrig war, krochen wir in unsereSchlafsäcke oder verschwanden auf dem Dachboden.Der Tag danach: In der Früh, eine Weile nachdem Rolf sich zu Fuß auf den Weg zumBahnhof in der Nachbarstadt aufgemacht hatte krochen wir verschlafen aus unserenSchlafsäcken. Wir packten unsere Sachen zusammen & versammelten uns zum Frühstück im Freien. Der restliche Kuchen fand immer noch dankbare Abnehmer & auch das gute Bio Brot ging weg, wie warme Semmeln. Nach dem Frühstück packten wie immer alle mit an, um die Aufräumarbeiten nicht unnötig in die Länge zu ziehen. So wurden die Jurte, die Pavillons & die restlichen Tische & Stühle in kürzester Zeit abgebaut & an ihren ursprünglichen Platz zurück gebracht.Nach getaner Arbeit & einem Abschlusslied verabschiedeten sich die Kappelrodecker, um wieder in die Heimat aufzubrechen & auch wir machten uns auf den Weg nach Hause.Unser Jubiläum ist uns gelungen, was nur dank der vielen fleißigen Hände der Helfer & deren Kuchen möglich war. Wir sind stolz auf 50 Jahre bärenstarke Waldjugendarbeit zurückblicken zu können & freuen uns schon auf weitere zahlreiche Jahre für Natur-, Umwelt- & Tierschutz in Eschenbach, auf Lagern & in einer Gemeinschaft, in der jeder die Waldjugend im Herzen & in Erinnerungen trägt.Das Leben will lodern & flammen, & Freunde, das Leben sind wir!Text: Vera GeigenmüllerBilder: Rolf Steigemann